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2012 holten Brink und Reckermann Gold im Beachvolleyball

Im Jahr 2012 begann im deutschen Beachvolleyball eine neue Zeitrechnung. Etwas, was bis zu diesem Zeitpunkt niemand für möglich gehalten hätte, trat tatsächlich ein. Das Duo Julius Brink und Jonas Reckermann gewann die Goldmedaille bei den Olympischen Sommerspielen in London. In dem hochklassigen Finalspiel besiegten die beiden Deutschen die klaren Favoriten aus Brasilien. Diese hatten zuvor noch drei Matchbälle abgewehrt, doch Brink und Reckermann gaben nicht auf und setzten sich schlussendlich durch. Mit diesem Sieg krönten die beiden Europameister ihre Beachvolleyball-Karriere. 16 Jahre, nachdem Beachvolleyball endlich eine olympische Disziplin geworden war, gelang erstmals einem europäischen Team der Sprung nach ganz oben.

Sieg nach drei Sätzen

Das olympische Finale hatte die Fans lange Zeit in ihren Bann gezogen. Doch nach einem 23:21, 16:21 und 16:14 gegen Alison /Emanuel wurde der Traum Realität. Jonas Reckermann beschrieb das Spiel als unglaublich, unbeschreiblich und unfassbar. Sein Partner gab zu, dass ihm gegen Ende das Herz in die Hose gerutscht sei, doch der Volleyballgott war an diesem Tag offenbar auf der Seite der Deutschen. Der anschließende Jubel war grenzenlos. Die 15.000 Fans feierten die Überraschungssieger und jagten eine Welle nach der anderen durch das Stadion. Für das deutsche Duo war es der insgesamt vierte große Titel in den damals vier Jahren ihrer gemeinsamen Karriere. Sie hatten zuvor bereits die Europameisterschaften 2011 und 2012, sowie den Weltmeistertitel gewonnen. Der Olympiasieg in London machte Brink und Reckermann endgültig unsterblich. Dabei begann das Spiel zunächst gar nicht gut.

Die Deutschen behielten die Nerven

Der spektakuläre Court zwischen Downing Street, Big Ben und Buckingham Palace sah einen schnellen Rückstand der Deutschen. Doch die Deutschen kämpfen und gingen bei 4:3 erstmals in Führung. Bei 13:11 betrug der Abstand erstmals zwei Punkte und dieser hielt auch gegen Ende des Satzes. Zwischenzeitlich lagen die Brasilianer in Führung und zwangen die Deutschen zu zwei Satzbällen. Doch Brink und Reckermann behielten die Nerven und holten den 1. Satz nach Hause. Das Spiel drehte sich im zweiten Satz völlig, als die Brasilianer die Fehler ihrer Gegner nutzten und zudem noch von einer Fehlentscheidung des Schiedsrichters profitierten. Damit ging der zweite Satz klar an die Gegner, doch das Ergebnis rüttelte die Deutschen noch einmal so richtig auf. Nach einem 0:2 Rückstand im dritten Satz drehten Julius Brink und Jonas Reckermann gewaltig auf und nutzten die bis dahin einmalige Chance auf einen deutschen Olympiasieg im Beachvolleyball.

DIE DEUTSCHEN BEHIELTEN DIE NERVEN
DIE DEUTSCHEN BEHIELTEN DIE NERVEN

Der dramatische Kampf gegen Ende des Finales endete mit einer Überraschung. Die beiden Münsterländer, die sich zusammengetan hatten, um sich diesen Traum zu erfüllen, waren ganz oben angelangt. Die Sportlertribüne war während des Endspiels mit zahlreichen Mitgliedern der deutschen Olympiamannschaft besetzt. Unter ihnen war auch der Olympiasieger im Gewichtheben von Peking, Matthias Steiner. Er hatte sich nach seinem spektakulären Unfall im Finale der Gewichtheber erholt und drückte ebenfalls fest die Daumen. Am Ende des Tages sah London zwei strahlende Sieger, die deutsche Beachvolleyballgeschichte geschrieben hatten.

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