Beach Volleyball Kiel

Blog

Das europäische Zentrum des Beach-Volleyballs liegt in Wien

Die Wiener Donauinsel ist seit vielen Jahren Schauplatz zahlreicher spektakulärer Beach-Volleyball-Events. Hier fanden nicht nur schon Beach-Volleyball-World-Tour-Turniere statt, sondern im Jahr 2017 sogar die Beach-Volleyball-Weltmeisterschaft. Diese brachte unglaubliche 180.000 Besucher an den Strand und sorgte bei den Fans für Begeisterung. Der Mann hinter dem Erfolg dieser Sportart in Europa kommt aus Kärnten. Hannes Jagerhofer startete vor Jahrzehnten seine Karriere mit Clubbings, heute ist er der Beach-Volleyball-König.

Vom Clubbing zum Sport

In Österreich ist der umtriebige Veranstalter seit vielen Jahren landesweit bekannt. Das hat auch mit seiner lebenslangen Freundschaft mit der Formel 1-Legende Niki Lauda zu tun. Die Beiden traten viele Jahre wie siamesische Zwillinge auf, wenn es darum ging neue Projekte vorzustellen. Jagerhofer war der Erste, der in den 1990er-Jahren in der Alpenrepublik Clubbings veranstaltete. Im Laufe der Jahre richtete er seinen Fokus auf Großveranstaltungen aller Art. Das richtige Marketing hat er sich auch von seinem väterlichen Freund Lauda abgeschaut, der bewies sein ganzes Leben lang, wie man seine Sache erfolgreich promotet.

Die Beharrlichkeit machte sich bezahlt

Die Beach-Volleyball-Turniere starteten in ganz kleinem Rahmen. Doch die Art und Weise, wie Jagerhofer, die bis dahin in Europa wenig bekannten Events aufzog, erwies sich als goldrichtig. Seine ersten Turniere fanden in Klagenfurt/Kärnten und später in Wien statt. Die Zuschauerzahlen waren bescheiden, doch sie wuchsen von Jahr zu Jahr rasant an. Heute kümmert sich Jagerhofer nicht nur um die Beach-Volleyball-Events in Klagenfurt und Wien, sondern auch um die prestigeträchtige Beach-Volleyball-Major-Series mit den höchstdotierten Turnieren der FIVB World-Tour. Wien ist sicherlich eines der großen Highlights davon geworden. Was im Jahr 1996 insgesamt 27 Zuschauer in den Bann zog, ist heute ein Mega-Event geworden. Seit 2001 ist Klagenfurt Schauplatz der Beach-Volleyball-Weltmeisterschaften. Dieses Turnier wurde bereits im Jahr 2006 zum besten Turnier der Welt gewählt worden.

Die Beharrlichkeit machte sich bezahlt
Die Beharrlichkeit machte sich bezahlt

Die Donauinsel wird zum Strand

Wenn in Wien der Center Court aufgebaut wird, ist für Spannung gesorgt. Insgesamt 2.500 Tonnen Sand sorgen dafür, dass sich das Naherholungsgebiet der Wiener in ein Beach Village verwandelt. Dies passiert mitten in der Millionenstadt und verbindet Karibikflair mit urbaner Lässigkeit. Das extra aufgebaute Stadion bietet 8.000 Besuchern Platz. Als vor einigen Jahren die Lokalmatadore Clemens Doppler und Alexander Horst in Wien den Vize-Weltmeistertitel holten, kannte die Begeisterung keine Grenzen mehr. Damit das Mega-Event auch möglich wird, arbeiten viele helfende Hände zusammen. Dazu gehört auch die Stadt Wien, die größtes Interesse daran hat, ihren Besuchern attraktive Veranstaltungen zu bieten.

Die Stadtväter lassen sich die Show einiges kosten und spendieren reichlich Geld, damit der Standort auch in Zukunft gesichert bleibt. Die Beach-Volleyball-Events garantieren schließlich rund 30.000 zusätzliche Nächtigungen in Wien, auf so viel Umsatz würden die Verantwortlichen ungern verzichten. Damit das so bleibt, kassieren die Veranstalter jährlich 950.000 Euro an Zuschüssen. Wer keine Gelegenheit hat live vor Ort zu sein, dem hilft das österreichische Fernsehen. Der ORF überträgt traditionell die Spiele und hilft so mit, noch mehr Interessierte für den Sport Beach-Volleyball zu begeistern. Der nächste Event wird im Jahr 2021 in Wien stattfinden.

Zurück Beitrag

© 2020 Beach Volleyball Kiel

Thema von Anders Norén